Radiologie Dachau, Karlsfeld
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Kontrastmittel


In der Radiologie kommen verschiedene Kontrastmittel zum Einsatz. Wie schon das Wort verrät, bewirken alle diese Substanzen eine Erhöhung des Kontrasts zwischen verschiedenen anatomischen Strukturen in den Bildern, die mit den radiologischen Geräten erstellt werden.

Ohne die Verwendung von Kontrastmitteln können viele krankhafte Veränderungen nicht oder nur deutlich schlechter identifiziert werden. So ist insbesondere bei der Suche nach Tumoren oder Entzündungen eine Gabe von Kontrastmitteln wichtig und empfehlenswert. Auch die Untersuchung der Blutgefäße (sog. „Angiographie“) ist teilweise nur unter Verwendung von Kontrastmitteln möglich. Es wird jedoch intensiv daran geforscht, genaue Diagnosen auch ohne Kontrastmittel zu ermöglichen.

Die heute verwendeten Kontrastmittel wurden über Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Dies erfolgte nicht nur mit dem Ziel, einen besseren Kontrast für die Befundung der Aufnahmen zu erreichen, sondern vor allem im Hinblick auf eine gute Verträglichkeit und eine Reduktion der Risiken und Nebenwirkungen.




Kontrastmittel in der Röntgendiagnostik und
in der Computertomographie (CT):
Jodhaltige Kontrastmittel


Jodhaltiges Kontrastmittel zum Trinken
Wenn der Bauch (Abdomen) mittels Computertomographie (CT) untersucht werden soll, wird meist vorher ein stark verdünntes jodhaltiges Kontrastmittel zum Trinken in kleinen Schlucken über 1 Stunde verabreicht. Dies dient der Kontrastierung des Darmtraktes von innen. Nur so können viele krankhafte Veränderungen der Darmwand zuverlässig erkannt werden. Das Kontrastmittel zum Trinken wirkt gelegentlich leicht abführend. Übelkeit oder allergische Reaktionen sind sehr selten.

Jodhaltiges Kontrastmittel über die Vene
In der Computertomographie wird hierfür ein Jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. Dieses wird unmittelbar vor oder während der Untersuchung über ein Injektor-System über einen zuvor angelegten Venenzugang gespritzt. Während und kurz nach der Injektion kommt es häufig zu einem Wärmegefühl. Dass das Mittel in seiner hohen Konzentration die Magennerven reizt, kommt es bei einigen Patienten zu einem kurzen Gefühl von Übelkeit, ein wirkliches Erbrechen ist selten. Allergische Reaktionen wie Hautrötungen, Juckreiz, Quaddeln, Spasmen der Bronchien oder Kreislaufreaktionen sind selten und können durch sofortige Gabe von antiallergischen Medikamenten. Da das, im Röntgen und in der CT verwendete Kontrastmittel viel Jod enthält, überprüfen wir vor jeder Untersuchung Ihre vom Hausarzt oder Zuweise übermittelten oder mitgebrachten Schilddrüsen-Laborwerte, um zu vermeiden, dass durch die Kontrastmittelgabe eine Schilddrüsenüberfunktion auftritt.

Bei einer strakt eingeschränkten Nierenfunktion erhalten Sie weniger oder wenn irgend möglich kein Kontrastmittel, um Ihre Nierenfunktion nicht weiter zu verschlechtern. Dialysepatienten ohne Restausscheidung sollten möglichst am Untersuchungstag oder am folgenden Tag einen Termin zur Dialyse vereinbaren, um das nach der Untersuchung im Blutkreislauf zirkulierende Kontrastmittel wieder entfernen zu lassen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihre geplante Untersuchung bei fehlenden aktuellen Laborwerten gegebenenfalls auch verschieben müssen – wir tun dies im Sinne Ihrer Gesundheit und Sicherheit.
Kontrastmittel in der Kernspintomographie (MRT):
Gadoliniumhaltige Kontrastmittel


Gadolinium ist ein Element, das zu den sog. „seltenen Erden“ gezählt wird. Es besitzt sog. „paramagnetische Eigenschaften“, da heißt, dass es die Sichtbarkeit von Strukturen und Geweben in der Kernspintomographie (MRT) verbessern kann, da bei dieser Technik Bilder mittels Magnetfeldern erzeugt werden.

Jahrzehntelang wurden Gadoliniumhaltige Kontrastmittel ohne jede Bedenken gegeben, da sich bis auf seltene allergische Reaktionen keine Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen zeigten. Dann fand man heraus, dass diese Kontrastmittel bei stark nierenkranken Patienten oder Dialysepatienten in sehr seltenen Fällen eine schwere Erkrankung (NSF = nephrogene systemische Fibrose) auslösen können und beschränkte die Gabe bei diesen Patienten stark. Bei nierengesunden Patienten ist diese Folgewirkung nicht zu befürchten.

In den letzten Jahren kamen Gadoliniumhaltige Kontrastmittel verstärkt in die Diskussion, da es sich zeigte, dass wiederholte Gaben bestimmter Kontrastmittelzusammensetzungen (sog. „lineare“ Kontrastmittel) Ablagerungen von Gadolinium im Körper hinterließen. Daher wurden diese Präparate weitgehend vom Markt genommen. Bei den sog. „zyklischen“ Kontrastmitteln, die das Gadolinium fester in ihrer Molekülstruktur umschließen, wurden solche Ablagerungen nicht oder nur sehr viel geringer beobachtet.

Bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis, dass Gadoliniumablagerungen im Körper krank machen oder Symptome hervorrufen können. Dennoch verwenden wir schon seit Jahren nur die sichereren zyklischen Kontrastmittel und geben Sie nur dann, wenn sie für die Diagnostik der vermuteten Erkrankung unbedingt erforderlich sind – und auch dann nur in der geringsten, an das Körpergewicht angepassten Dosierung.
Hier finden Sie einige Links zu aktuellen
Bewertungen der Gadolinium-haltigen Kontrastmittel:


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