Vorsorgeuntersuchung Osteoporose
mit der Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)
Daten und Fakten: Etwa jede dritte Frau nach dem 60. Lebensjahr leidet unter einer Osteoporose (Knochenschwund). Jeder 2. Frau bricht in ihrem Leben ein Wirbelkörper auf dem Boden einer Osteoporose. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) schätzt, dass sich die Schenkelhalsbrüche bis zum Jahr 2050 vervierfachen werden!
Hier ist also die frühzeitige Erkennung des Knochenschwundes wichtig! Insbesondere wenn auf Sie ein oder gar mehrere der folgenden Punkte zutreffen, gehören Sie zu einer Risikogruppe für Osteoporose:
- weibliches Geschlecht
- hohes Lebensalter (ab 60 Jahre)
- Osteoporose in der Familie
- hoher Konsum von Zigaretten, Alkohol, Kaffee
- Calciumverlust oder calciumarme Ernährung
- Cortisoneinnahme
- zierlicher Körperbau und wenig Bewegung
Die Knochendichtemessung ist eine international anerkannte Methode zur Beurteilung des Bruch-Risikos des Knochens. In unserer Praxis in der Frühlingstrasse 34 führen wir diese Früherkennungsuntersuchung mit den modernsten und strahlenärmsten Geräten durch.
Leider werden die Kosten für die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) seit dem 01.04.2000 nur noch in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen (AOK, BKK, Ersatzkassen etc.) übernommen. Dieser Ausnahmefall ist der bereits erfolgte Knochenbruch ohne Unfallereignis.
Die Kosten dieser Vorsorgeuntersuchung betragen ca. 45.- Euro.
Anmeldung:
Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)
Frühlingstraße 33/34 (gegenüber S-Bahnhof)
85221 Dachau
Tel. 08131/5687-0
Informationen zur Radiojod-Therapie
Die Radiojod-Therapie ist ein Verfahren, welches mittels radioaktivem Jod gezielt erkranktes Schilddrüsengewebe ausschaltet. Diese Therapie kann auch zur Verkleinerung einer normal arbeitenden, jedoch deutlich vergrößerten Schilddrüse angewendet werden. Das radioaktive Jod wird von der Schilddrüsenzelle aufgenommen, da Jod für die Schilddrüsenhormonproduktion erforderlich ist. Da das Jod radioaktiv ist, wird die Schilddrüsenzelle örtlich bestrahlt, diese wird narbig verändert und verliert ihre Funktion.
Um die genaue Therapiedosis ermitteln zu können, wird ein sog. Radiojodtest durchgeführt. Hierbei wird Ihre persönliche Jodspeicherung in der Schilddrüse sowie die Verweildauer (biologische Halbwertzeit) bestimmt. Dann wird die für Sie persönlich genaue Menge zur Therapie berechnet. Der Radiojodtest dauert eine Woche.
Die Radiojod-Therapie ist ein seit Jahrzehnten angewandtes etabliertes Verfahren. Nebenwirkungen treten in der Regel nicht auf. Nur in besonders gelagerten Fällen sind unmittelbar am Tag der Therapie vorübergehend leichte Übelkeit, Völlegefühl oder auch eine leichte Schwellung der Schilddrüse möglich. Langfristige Nebenwirken sind nicht zu erwarten. Eine Häufung bösartiger Schilddrüsenerkrankungen konnte nicht nachgewiesen werden.
Da die Strahlenschutzbestimmungen in Deutschland mit zu den strengsten der Welt zählen, kann die Radiojod-Therapie nur stationär durchgeführt werden. Die durchschnittliche stationäre Zeit beträgt ca. 3-5 Tage, entsprechend der Schilddrüsenmasse, die behandelt wird. Alle Zimmer sind mit Fernsehgerät und Telefon ausgestattet. Besuch können Sie während der stationären Zeit jedoch nicht bekommen. Die ersten Tagen nach der Therapie werden Sie im Zimmer verbringen. Danach dürfen Sie sich auf der Station frei bewegen. Nach Unterschreiten der vom Gesetzgeber vorgegebenen Restaktivität dürfen Sie nach Hause entlassen werden. Bestimmte Verhaltensregeln nach der Entlassung bestehen nicht, insbesondere auch nicht im sozialen Umgang mit Mitmenschen oder Kindern.
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Information zur Gelenktherapie (= Radiosynoviorthese)
Diese Information soll Ihnen einen Überblick geben über eine eventuell notwendige Voruntersuchung und über die Behandlung.
Zur Überprüfung der Indikation und zur Planung der Radiosynoviorthese ist eine Voruntersuchung erforderlich. Sollten diese bereits auswärts durchgeführt worden sein, bringen Sie bitte diese zur ersten Besprechung mit. Für die Planung einer Radiosynoviorthese ist eine der unten stehenden diagnostischen Maßnahmen unverzichtbar, da damit die Gelenksentzündung nachgewiesen wird. Da kein Patient mit dem anderen vergleichbar ist, wird das Untersuchungsprogramm jeweils den individuellen Bedürfnissen angepasst.
In der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des betroffenen Gelenkes wird der Gelenkserguß quantifiziert bzw. die krankhafte Anschwellung der Gelenksschleimhaut und Gelenksaussackungen nachgewiesen.
Eine Kernspintomographie (KST) bzw. Magnetresonanztomographie (MRT; Schichtaufnahmen mit Magnetstrahlen des betroffenen Gelenkes) wird durchgeführt, um die Entzündung im Gelenk und die Knochenbeteiligung wie auch die krankhafte Anschwellung der Gelenksschleimhaut feststellen zu können.
Mit der Gelenksszintigraphie (Nuklearmedizinische Untersuchung) kann die Entzündung der Gelenksschleimhaut, die Knochen-Beteiligung und die Beteiligung anderer Gelenke festgestellt werden.
Wir werden in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen die Befunde erörtern und die nuklear-medizinischen Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Wir bitten Sie - soweit Sie darüber verfügen - Röntgenaufnahmen und frühere Krankheitsberichte zur Einsicht vorzulegen.
Radiosynoviorthese bedeutet: Wiederherstellung/Erneuerung (Orthese) der Gelenkschleimhaut (Synovialis) mit Hilfe von radioaktiven Isotopen. Sie ist eine sehr wirksame Methode, die bei schmerzhaften entzündlichen Gelenkserkrankungen schon seit über zwei Jahrzehnten eingesetzt wird.
Schwerpunkt der behandelten Krankheit ist die chronische Polyarthritis (entzündlicher Gelenksrheumatismus). Rheuma ist eine systemische, also den ganzen Körper betreffende Erkrankung, deren Ursache weitgehend unbekannt ist. Synovialitis ist eine Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialis). Die Gelenkschleimhaut wuchert oft grotesk korallenartig, zerstört dabei den Knorpel, dringt in den Knochen ein, zerreißt Bänder und Sehnen und kann zu schweren Gelenksentzündungen führen. Zur medikamentösen Behandlung werden mehr oder weniger giftige Substanzen eingesetzt, die sämtlich Nebenwirkungen haben können. Meist bleibt jedoch nichts anderes übrig, als so dem zerstörerischen Prozeß etwas Einhalt zu gebieten. Oft sind auch operative Eingriffe erforderlich. Sind ein oder wenige Gelenke besonders intensiv betroffen, empfiehlt es sich, die Radiosynoviorthese frühzeitig einzusetzen, möglichst schon bevor Gelenkszerstörungen eingetreten sind.
In ein erkranktes Gelenk wird mit Hilfe einer einfachen Punktion ein radioaktiver Stoff gespritzt. Bei den drei möglichen Stoffen handelt es sich um sog. Betastrahler. Diese Strahler haben eine sehr kurze Reichweite von 0,5 bis ca. 4 Millimeter, sind auf dieser Strecke aber zellzerstörend. Die (physikalische) Halbwertzeit ist kurz, für Yttrium-90 2,7 Tage, für Rhenium-186 3,7 Tage und für Erbium-169 9,4 Tage.
Nach der Injektion in das Gelenk kommt es zu einer gleichmäßigen Verteilung in der Gelenksflüssigkeit. Die Stoffe, gebunden an winzige Partikel, werden von den oberflächlichen Zellen der kranken Gelenksschleimhaut aufgenommen, so dass sich die erwünschte Wirkung dieser radioaktiven Substanzen an der Oberfläche der kranken Gelenksschleimhaut abspielt. Im Laufe der Zeit kommt es dann zu einer allmählichen lederartigen Veränderung der Schleimhautoberfläche mit Abnahme der Schleimhautschwellung. Dabei werden feinste Kanälchen verschlossen, aus denen Ergussflüssigkeit ins Gelenk drang, und auch die feinsten Nervenendigungen ausgeschaltet, so dass der Schmerz vermindert oder beseitigt und die Gelenksfunktion verbessert wird. Die Wirkung tritt allmählich ein, manchmal schon nach wenigen Tagen, in manchen Fällen auch erst nach zwei bis drei Monaten.
Jede Wirkung kann prinzipiell mit Nebenwirkungen verbunden sein. In wenigen Prozent der Fälle kann es in den ersten Tagen zu einer sog. Strahlensynovialitis kommen, die sich in einem Reizerguß äußern kann. Dann ist z.B. das Kniegelenk etwas geschwollen. Mit einer Eismanschette ist diese vorübergehende Erscheinung immer zu lindern. Nebenwirkungen, wie sie sowieso selten nach Gelenkspunktionen vorkommen können, sind im Zusammenhang mit einer Radiosynoviorthese geradezu eine Rarität.
Wie ist die Strahlenbelastung?
Die Strahlenbelastung beschränkt sich nahezu ausschließlich auf die kranke Gelenksschleimhaut, die ja erklärtermaßen Zielobjekt ist. Aus einer schmerzhaften und entzündlich verdickten Schleimhaut soll eine unempfindliche Schleimhaut werden. Das angrenzende Gewebe wird nicht geschädigt. Wegen der sehr kurzen Reichweite der Strahlung und der Tatsache, dass die Substanzen in der Gelenkshöhle verbleiben und nicht über das Blut abtransportiert oder im Urin ausgeschieden werden, werden gelenkferne Körpergegenden überhaupt nicht betroffen. Das ist auch der Grund, weshalb diese Behandlung ambulant und im Anschluss daran ohne jegliche Strahlenschutzmaßnahme für den Patienten oder seine Umgebung durchgeführt werden kann.
Was sind die Vorteile der Radiosynoviorthese?
Abgesehen von der etwas zeitaufwändigen, aber notwendigen Voruntersuchung ist die eigentliche Therapie ein relativ kleiner Eingriff. Eine Rehabilitation wie nach einer Operation ist nicht notwendig. Die Therapie ist auch bei Patienten mit sehr hohem Operationsrisiko möglich. Mehrere Gelenke können gleichzeitig oder in kürzeren Abständen behandelt werden. Bei nicht ausreichender Wirksamkeit kann die Therapie ohne weiteres wiederholt werden.
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